Deutscher Campingclub Landesverband Südwestfalen
Geschicklichkeit

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 Caravangeschicklichkeitsfahren

Teil A: Allgemeine Regeln

1. Veranstalter und Veranstaltung

Der Deutsche Camping-Club e.V. veranstaltet ein Geschicklichkeitsturnier für Wohnwagengespanne "Gespanne" (Zugwagen mit Wohnwagen-Caravan).

Zweck dieser Veranstaltung ist es, zu beweisen, dass die Verbindung eines Zugwagen mit einem Wohnwagen eine perfekte technische Einheit darstellt, die den Ansprüchen des Straßenverkehrs voll entspricht.

Die Fahrer bzw. die Fahrerin eines solchen Gespannes sollen hierbei Gelegenheit haben, ihr Können und ihre Erfahrungen im technischen Umgang mit einem solchen Gespann in der Erfüllung besonderer Bedingungen unter Beweis zu stellen.

Bei dieser Gelegenheit wird der Deutsche Meister im DCC Caravan-Geschicklichkeitsfahren ermittelt.

Der Deutsche Camping-Club e.V. bestimmt den Ausrichter.

2. Art der Veranstaltung

Das Caravan Turnier ist ein reines Geschicklichkeitsturnier in Verbindung mit einer touristischen Veranstaltung und besteht aus folgenden Übungen:

    1. Ausfahrübung
    2. Wendeübung
    3. Rückfahrübung
    4. Einparkübung

3. Teilnehmer

Nennberechtigt sind die beiden Erstplazierten und ein Ersatzfahrer der Landesverbands-Ausscheidungen. Der Fahrer bzw. die Fahrerin muss eine gültige Fahrerlaubnis (Führerschein) besitzen.
Die Wettbewerbe der Geschicklichkeitsübungen dürfen nur von der als "Fahrer" genannten Person gefahren werden.

Die beiden Teilnehmer eines Landesverbandes werden als Mannschaft gewertet.

4. Zugelassene Fahrzeuge sind: Gespanne bestehend aus Zugwagen und Wohnwagen

Zugwagen:

Als Zugwagen für ein Gespann sind PKW mit nicht mehr als 6. und Kombi-Fahrzeuge mit nicht mehr als 8 Sitzplätzen entsprechend der "StVZO" zugelassen. Die zulässige Anhängelast muss mindestens 1000 Kg betragen. Alle Zugwagen müssen in ihrer gesamten Ausrüstung (insbesondere Beleuchtungsanlage, Außenspiegel und Schalldämpfer) den Vorschriften der "StVZO" entsprechen, ordnungsgemäß zugelassen sowie mit polizeilichem Kennzeichen bei ausländischen Zugwagen mit Nationalitätenschild versehen sein. Zugwagen die nicht bzw. nicht mehr den Verkehrsvorschriften entsprechen, werden durch die Turnierleitung ausgeschlossen. Jeder Teilnehmer ist dafür verantwortlich, dass der verwendete Zugwagen versichert ist.

Das Gespann muss bezüglich der Gewichtsvorschriften den Bestimmungen der "StVZO" entsprechen.

Caravan (Wohnwagen)

Der Caravan, mit dem das Turnier zu fahren ist wird zur Verfügung gestellt. Aufbaulänge des Caravans liegt zwischen 3,80 m und 4,60 m, er ist vom Veranstalter Vollkasko versichert mit 150.OO EUR Selbstbeteiligung.

5. Startfolge und Kennzeichnung des Zugwagens

Die Startfolge wird ausgelost. Jeder Teilnehmer erhält eine Startnummer. Diese ist z.B. am rechten Scheinwerfer oder an der von der Turnierleitung festgelegten Stelle anzubringen.

6. Verkehrsvorschriften

Die Teilnehmer sind verpflichtet, die geltenden Verkehrsvorschriften einzuhalten.

7. Wertung

Die Einzelwertung erfolgt nach Fehlerpunkten; Tellnehmer, die die Übungen nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit (Zeitlimit 8 Minuten) beenden oder eine Übung auslassen, oder nicht beenden, scheiden aus.
Sieger wird der Fahrer mit den niedrigsten Fehlerpunkten und bei Punktgleichheit mit der niedrigsten mm Wertung.
Bei Fehlerpunkt- und mm-Wertung-Gleichheit werden die Plätze 1 - 3 durch "Stechen" ermittelt.

Mannschaftswertung

Als Mannschaftswertung zählen die Fehlerpunkte und die mm‑Wertung des 1. Durchgang beider Teilnehmer der Landesverbände.

Sieger wird die Mannschaft des Landesverbandes mit der niedrigsten Gesamtfehlerpunktezahl und bei Punktgleichheit mit der niedrigsten Gesamt- mm- Wertung.
Bei Fehlerpunkt- und mm-Wertung-Gleichheit für den 1. Platz erfolgt ein von der Einzelwertung getrenntes Stechen.

8. Preise und Plaketten

Einzelwettbewerb
Der Deutsche Meister der zweite- und dritte Sieger erhalten je einen silbernen Schild. Der Deutsche-Meister erhält den Wanderpreis des DCC-Sportreferenten.

Mannschaftswettbewerb
Die siegreiche Mannschaft erhält den Wanderpokal des "DCC"
Die siegreiche Mannschaft, der zweite- und  dritte Sieger erhalten je einen silbernen Schild bzw. Pokal

Der  Wanderpreis des DCC-Sportreferenten sowie die Wanderpokale des "DCC" gehen in den Besitz des Landesverbandes über, wenn die Pokale jeweils dreimal hintereinander oder insgesamt fünfmal gewonnen wurden.

Jeder Teilnehmer erhält eine Erinnerungsplakette.

Der Ausrichter (Landesverband (LV)) stellt die erforderlichen silbernen Schilder bzw. Pokale im Einzelwettbewerb: dem Deutschen Meister sowie den zweiten und dritten Siegern.

9. Ergebnisse

Nach jedem Durchgang wird das vom Teilnehmer erzielte Ergebnis ohne Angabe der mm- Messung bekannt gegeben. Dies gilt nicht für das "Stechen" Das offizielle Ergebnis wird bei der Preisvertellung bekannt gegeben.
Die Ergebnis- Tafel, Teil-  Einzelergebnisse, wird für die ersten drei Plätze nicht geführt. Jeder Landesverband erhält eine schriftliche Zusammenstellung des offiziellen Gesamtergebnisses.

10. Organisation

Turnierleitung: DCC Sportreferent ( Oberschiedsrichter )oder Vertreter.
                    1. Vorsitzende des ausrichtenden Landesverbandes.
                    Der zuständige Referent des Ausrichters ( Caravanreferent auch Sportreferent )

Schiedsrichter: 2 Schiedsrichter bei jedem Durchgang.
                    Bei der Deutschen Meisterschaft im DCC- Caravan- Geschicklichkeitsfahren leitet der DCC-
                    Sportreferent, oder dessen Vertreter als allein verantwortlicher Oberschiedsrichter.

11. Nennung

Die Ausschreibung des Ausrichters/Veranstalters sind zu beachten.
Anmeldungen sind beim Veranstalter rechtzeitig abzugeben.

12. Haftungsausschluss

Der Veranstalter, wie alle mit der Durchführung der Deutschen-Meisterschaft im DCC- Caravan Geschicklichkeitsfahren in Verbindung stehenden Einzelpersonen, lehnen den Teilnehmern und Fahrern gegenüber jede Haftung für Personen- ,Sach- und Vermögensschäden die vor, während, oder nach der Veranstaltung eintreten ab. Die Teilnehmer fahren in jeder Hinsicht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko.

Die Teilnehmer tragen die zivil- und strafrechtliche Verantwortung für alle von ihnen oder dem Zugwagen mit Caravan angerichteten oder verursachten Schäden.

Die Teilnehmer verzichten mit Abgabe der Nennung für jeden im Zusammenhang mit der Veranstaltung erlittenen Schaden oder Unfall, auf das Recht des Vorgehens oder des Rückgriffes gegen den Veranstalter und dessen Beauftragte oder irgendwelche sonstige Personen, die mit der Veranstaltung in Verbindung stehen, sowie auch auf das Recht der Anrufung der Ordentlichen Gerichte.

13. Allgemeines

Die Auslegung der Regeln und Ausführungsbestimmungen sowie die Entscheidung aller darüber hinausgehenden Fragen, obliegen der Turnierleitung. Jeder Teilnehmer erkennt durch seine Unterschrift auf dem Nennformular für sich an, dass er mit den Bestimmungen der Regeln vertraut ist sich diesen und den Ausführungsbestimmungen bedingungslos unterwirft.

Er verpflichtet sich weiterhin, die Anweisungen des Veranstalters, der Turnierleitung und deren Beauftragten zu befolgen.

 

Deutscher Camping-Club e.V.
Caravan-, Motocaravan-, und Zeltsportverband.

 
München, Stand 23. März 1998

 

Teil B: Wertungsregeln

  1.  Der Caravan wird gestellt. Es wird mit dem eigenen Zugwagen gefahren.
    Zusätzliche Außenspiegel: Nur wenn Spiegelglas Innenkante die maximale Breite des Caravans nicht erreicht, sind zusätzliche Caravanspiegel mitzuführen. Fz.-Spiegel gem. StVZO. Zugwagenspiegel angeklappt nicht erlaubt; verändern während der Übungen; beim Versuch anzuklappen; Berührung und Korrektur(10 Fehlerpunkte).
  2. Das Turnier wird nur in einem Durchgang gefahren.
    Vor dem Turnier "Blinkerprobe".

  3. Beim Vor- Rückwärtsfahren und Einparken darf die Tür geöffnet sein, Boden berühren und/oder Aussteigen ist nicht erlaubt, mit Ausnahme Übung 4 Buchstabe c .

  4. Teilnehmer (Schwerbehinderte/Kriegsbeschädigte) denen bestimmte Bedienungseinrichtungen an ihrem Zugwagen in den Führerschein eingetragen worden sind, erhalten beim Zeitlimit einen Zuschlag von 3 Minuten.

  5. Die Fahrervorbesprechung und Auslosung ist am Abend vorher. Die Bahnbegehung der einzelnen Übungen ist vor Beginn des Wettkampfes.

  6. Die Entscheidung der Oberschiedsrichter sind endgültig.

  7. Der Turnierplatz darf außer von dem jeweils fahrenden Teilnehmer nur von der Turnierleitung, den Schiedsrichtern und den beauftragten Helfern betreten werden.

  8. Vom Start bis Ziel wird jede Richtungskorrektur mit Fehlerpunkten belegt sofern in den Ausführungsbestimmungen der Übungen nicht ausdrücklich hiervon abgewichen wird.

  9. Diese Wertungsregeln " WR " können in den Landesverbandsmeisterschaften ebenso Anwendung finden.

 

 Beschreibung des Turnierkurses

Fahrtrichtung 

Turnierkurs

Übung 1. Ausfahren aus einer rechten Parklücke

A - B Bordsteinmarkierungen Länge: Gesamtlänge = Gespann + 1,60 m

A - C und B - D = Wohnwagenbreite.

Der Abstand der Innenseite des rechten Caravanrades zur Markierung A - B beträgt maximal 0,40m.

Ausführungsbestimmungen

Das Gespann wird wie oben beschrieben, mit dem rechten Rad des Caravans im oben erwähnten Bereich aufgestellt.

Der Abstand zwischen dem Gespann und A - C bzw. B - D ist gleich groß.

Der Motor läuft, die Handbremse/Feststellbremse ist angezogen, der Fahrer steht außerhalb der geschlossenen Tür auf der Lenkradseite.
Der Start ist etwa 5 Sekunden nach dem Wort "KLAR' auf das Kommando "LOS".
Die Messung für das Zeitlimit (siehe Teil A Ziffer 7) beginnt mit dem Schließen der Fahrertür und oder zurückrollen des Gespannes (Bewegung der Räder).
Der Fahrer soll das Gespann aus der Parklücke fahren, ohne die Markierungen zu berühren.
Beim Ausparken ist das 1.Zurücksetzen keine Fehlerkorrektur.

Fehlerpunkte

1 . Anfahren ohne Betätigung des Fahrtrichtungsanzeigers  = 4 Punkte

2. Berühren einer Markierung = 8  Punkte

3. Jede Richtungskorrektur (unter Richtungskorrektur ist jeweils ein Vor- und Zurücksetzen zu verstehen). = 2 Punkte

4. Für alte Übungen geltend: Sollte eine Markierung berührt werden, ist eine Richtungskorrektur erforderlich, z.B. 8+2 Punkte. Dies gilt nicht, wenn beim Zurücksetzen (8) die hintere  Begrenzung angefahren wird und das Gespann danach direkt aus der Parklücke fährt, ebenso nicht beim Vorwärtsfahren (8) die vordere Begrenzung mit PKW oder Spiegel berührt wird.

 

Übung 2. Wenden im T-Kreuz einer Straße

Ausführungsbestimmungen.

Der Fahrer soll das Gespann in Richtung A - B einfahren, in Richtung C zurücksetzen bis hinter die unterbrochene Leitlinie und bei A wieder ausfahren, ohne die Markierungen zu berühren.

Fehlerpunkte

1 . Jedes Berühren einer Bordsteinmarkierung = 8 Punkte

2. Jede Richtungskorrektur (unter Richtungskorrektur ist jeweils ein Vor- und Zurücksetzen zu verstehen). = 2 Punkte

3. Nichtbeachten des Stoppschildes (unbedingtes Halt vor der Haltelinie) deutliches Überfahren ragt in den Querverkehr. = 8 Punkte

4. Ausfahren (abbiegen) ohne Betätigung des Fahrtrichtungsanzeigers. = 4 Punkte

 

Übung 3. Rückwärtsfahren

Zwei parallele Borsteinmarkierungen A - B = von Übung 2 ; C - D Bordsteinmarkierung

A - C , B - D = Spurbreite ist Reifenaußenkante (Caravanreifen) + 30 cm

E - F = 2 senkrechte Stangen je 50 cm außerhalb der Spurbreitenmarkierung

G  = Querstange, auf den senkrechten Stangen so aufgelegt, dass sie bei Berührung nach hinten fallen kann.  Auflagenhöhe: = LEUCHTENTRÄGER, Mitte.
Messbereich 1,50m = Abstand der Querstange bis Leuchtenträger

Ausführungsbestimmungen

Der Fahrer muss das Gespann durch die Gasse rückwärts und vorwärts fahren, ohne die Markierungen zu berühren. Beim Rückwärtsfahren muss der Fahrer mit dem Gespann mindestens in den Messbereich ( 1.50 m) möglichst nahe an die Querstange heranfahren, dann die Handbremse / Feststellbremse betätigen und "Fertig" z.B. Zeichen geben.
Dann wird gemessen: Mitte Leuchtenträger bei fester Messeinrichtung: Mitte Fahrbahn und Außenkante der Querstange zum Caravan hin. Messwerte im 5 mm - Bereich, angefangene 5 mm zählen.
Bei Berührung der Messlatte. Pfiff, mindestens 1,50 m vorfahren, Berührung und Korrektur ist 8 + 2 = 10 Fehlerpunkte. Erneut bis in den Messbereich zurückfahren.

Fehlerpunkte

1. Jedes Berühren einer Markierung = 8 Punkte

2. Jede Richtungskorrektur (unter Richtungskorrektur ist jeweils ein Vor- und Zurücksetzen zu verstehen). = 2 Punkte

3. Bei Berührung oder Runterwerfen der Querstange, Pfiff  mm- Wertung entfällt.
Die Übung muss wiederholt werden nachdem das Gespann aus dem Messbereich herausgefahren ist.
(außerhalb des Messbereiches a. d. Wertung)

Bei Punktegleichheit in der Endwertung gibt die fehlende mm- Wertung den Ausschlag für den letzten Platz in dieser Punktewertung.

Übung, 4. Einparken in eine rechte Parklücke

Die Breite der Parklücke: siehe Beschreibung Übung 1

Die Länge der Parklücke beträgt: Gesamtlänge des Gespannes + 3,00 m. Die Begrenzungsstäbe, siehe Übung 1

Ausführungsbestimmungen

a) Der Teilnehmer (Fahrer) soll das Gespann so in die Parklücke einrangieren, dass dieses in der Gesamtheit innerhalb der Parklücke steht, welche begrenzt wird durch die Bordsteinmarkierung und einer gedachten Linie zwischen den Außenkanten D - C, A - C und B - D.
Borsteinmarkierungen, Begrenzungsbalken und Begrenzungsstäbe dürfen mit dem Gespann nicht berührt werden.
Der Fahrer darf nicht aussteigen und auch nicht den Boden berühren. Türen öffnen und raussehen ist erlaubt.

b.) Wenn das Gespann nach a) steht, den Motor abstellen, die Handbremse/Feststellbrernse ziehen und den Zugwagen (PKW) durch die Tür auf der Lenkradseite verlassen.

c.) Mit dem Wort "AUS" durch den Fahrer ist der Durchgang beendet. Das Zeitlimit endet (mit dem Umdrehen des Zündschlüssels und) mit dem Schließen der Tür.

Fehlerpunkte

1 .Jedes Berühren einer Markierung = 8 Punkte
    Bodenberührung mit einem Körperteil (aus der Wertung).

2. Nichtanziehen der Handbremse/Feststellbremse = 3 Punkte

3. Nichtabstellen des Motors  = 3 Punkte

4. Jede Richtungskorrektur (Beim Einparken in die Parklücke gilt das erste Zurück- und

 anschließende Vorsetzen nicht als Richtungskorrektur). = 2 Punkte

5. Steht das Gespann nach a.) nicht in der Parklücke erfolgt keine Wertung.

Besondere Regeln für das Stechen

Die Wertung erfolgt nach Fehlerpunkten mit Zeitmessung beim Einparken, wobei die Übungen 1,2 und 4 gefahren werden. Zeitlimit: 5 Minuten.

Übung 4 jedoch mit einer - 50 cm verkürzten Parklücke mit Zeitmessung.

Die Zeitmessung beginnt mit der Rückwärtsfahren in die Parklücke. Messpunkte: 1. Rückfahrbewegung bis Tür zu, nach dem Aussteigen.

Sieger wird der Teilnehmer mit den niedrigsten Fehlerpunkten und bei Punktgleichheit mit der Kürzesten Zeit beim Einparken. Bei Fehlerpunktgleichheit entscheidet die niedrigste Einparkzeit.

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©Peter Tweer  Stand: 27.03.2017